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DRenta Deutschlandrente® - News und Berichte
Leider ist es im dritten Quartal nicht zur erhofften Normalisierung gekommen, das derzeitige Welt- und Marktgeschehen wird wohl noch einige Zeit andauern. In eine noch weitgehend gute Geschäftslage vieler Unternehmen mischen sich immer mehr Ängste bezahlbarer Energie und Sorgen um die künftigen Geschäftsaussichten. Die Ausgangslage für Notenbanken ist sehr unterschiedlich. Während sich die amerikanische FED auf die Inflationsbekämpfung konzentrieren kann und dies durch harte Zinsschritte auch konsequent angeht, hat die europäische Zentralbank EZB zunächst zu lange gezögert, und ist nun im Dilemma, einerseits die Inflation bekämpfen zu müssen, aber gleichzeitig die Wirtschaft nicht gänzlich abzuwürgen und die Staatshaushalte durch höhere Zinsen nicht übermäßig zu belasten. Steigende Zinsen tun den Börsen nicht gut, so dass die breiten Märkte in diesem Jahr rote Zahlen zeigen. Bis auf wenigen Ausnahmen, wie Öl- und Gaswerte, und der US-Dollar, der es für europäische Anleger, die in US-Werten investiert sind, teilweise noch in den grünen Bereich brachte. Während anfangs auch noch die Rohstoffe positiv liefen, kippte dies mit zunehmenden Rezessionsängsten. Eine breite Diversifikation hilft in diesem Fall die Verluste zu begrenzen, aber leider nicht ganz, diese komplett zu vermeiden.
Nach den starken Kursgewinnen im letzten Jahr sind die großen Börsen-Indizes nun seit Monaten im Rückwärtsgang. Während die Technologie- und Internetwerte besonders stark verloren, legten Energie- und Rohstoffwerte deutlich zu, auch Dividendenwerte und Value-Titel erfreuen sich wieder zunehmender Beliebtheit. Insgesamt sind die meisten Standard-Aktienmärkte jedoch tiefrot im ersten Halbjahr, der Dax mit über 20 Prozent, die US-Börse ebenfalls rund 20 Prozent, jedoch gemildert durch einen stärkeren US-Dollar. Der US-Dollar stieg weiter gegenüber dem Euro. Gold bewegt sich in einem Seitwärtskorridor, legte im März jedoch aufgrund der geopolitischen Unsicherheit ein Zwischenhoch ein, und fällt seitdem, für Europäer verbleibt zumindest ein kleiner Dollargewinn.  Viele Rohstoffe stiegen weiter an, wobei bei einigen aufgrund von Rezessionsängsten bereits der Rückwärtsgang eingesetzt hat. Die Zinsen stiegen aufgrund der Inflation bereits kräftig und sorgen damit für teils herbe Verluste bei Anleihebesitzern, wie man sie sonst nur von Aktien kennt. Damit konnten Anleihen diesmal nicht den rettenden Hafen bieten wie sonst.

Die Deutschlandrente mit ihren 105 Werten konnte sich als reines Aktienportfolio nicht von der Krisenstimmung entziehen und musste nach dem zwischenzeitlichen All-Zeit-Hoch einen Verlust von 29,5 Prozent in Kauf nehmen. Die risikoreduzierte Deutschlandrente Balance musste 23,4 Prozent abgeben, die Anleiheverluste konnten diesmal nicht Verlustbegrenzung des Portfolios beitragen. Für das Jahr 2022 wird mit Rekorddividenden von über 50 Milliarden Euro im Dax gerechnet. Traditionell gehört Siemens zu den ersten Dividendenzahlern des Jahres. Als Fels in der Brandung zeigt sich die Allianz, die bereits zum siebten Mal in Folge die Dividende auf nunmehr 4 Milliarden Euro angehoben hat, auch BASF ist mit einer Dividendenrendite von über 7% attraktiv, wobei derzeit noch die Energiekrise auf dem Konzern lastet. Eine Neuerung gab es 2021 im Deutschen Aktienindex DAX, der nunmehr auf 40 Werte aufgestockt wurde, auf die Deutschlandrente mit rund 100 Titeln hat dies keine Auswirkungen.

Ebenfalls auf Verschnaufpause ist die globale Variante, die Schwedenrente mit mehr als 5000 Titeln, sie verlor in den ersten neun Monaten des Jahres 15,8 Prozent. Ein Wert in den investiert wird, ist neben den Corona Gewinnern wie Microsoft und Amazon, dem Energiegewinner Shell, u.a. das japanische Unternehmen Daikin, das insbesondere im Bereich Klimatechnik aktiv ist, sowie auch im Bereich der als umweltfreundlich eingestuften Wärmepumpen und für die Expansion in Europa ein neues Werk in Lodz errichtet.
Wie geht es in der Zukunft weiter? Werden die Aktienmärkte und Anleihemärkte sich bald erholen oder drohen weitere Kursverluste? Es kommt darauf an, wie schnell die Krisenherde gelöscht werden und wie die Regionen die Krise verarbeitet haben. Während in ärmeren Ländern Unruhen drohen, dürften einige aufstrebende Schwellenländer zu den Krisengewinnern gehören. Europa wird durch eigene Sanktionen gelähmt. Die USA haben keine Nachteile durch die Sanktionen und somit eher ein Erholungspotential. Zu bedenken sind die deutlich gestiegenen Zinsen, somit werden die Technologie- und Wachstumswerte kurzfristig nicht die alten Hochs erreichen. Ein Schwenk in Richtung risikoärmere Value- und Dividendenaktien hat bereits eingesetzt. Im Anleihebereich hat die Wende zu höheren Zinsen und damit sinkenden Kursen bereits eingesetzt. Dies war teils übertrieben, so dass man z.B. im Hochzins-Bereich bereits einige attraktive Investments findet.  Wir rechnen in diesem unsicheren Umfeld weiter mit größeren Schwankungen. Da heißt es Nerven bewahren, denn unruhige Märkte bieten immer wieder gute Möglichkeiten zum günstigen Einstieg, Geduld führt zum Erfolg.

Die 10 größten Positionen der Deutschlandrente via Indexfonds sind derzeit:
SAP: Aufgrund guter Geschäftszahlen konnte der weltweit führende Anbieter für Unternehmenssoftware und Clouddiensten erneut die Dividende erhöhen, auf 2,45Euro.
Siemens, Siemens Energy: Der Technikkonzern mit seinen Bereichen Industrie, der abgespaltenen Healthineers, Infrastruktur, Energie und Financial Service gehört zu den zuverlässigen und großzügigen Dividendenzahlern und hat 4,00Euro je Aktie ausgeschüttet.
Airbus: Der deutsch-französische Luft- und Raumfahrtkonzern liefert sich seit Jahren einen erbitterten Wettbewerb um die Spitzenposition mit Boeing.
Allianz: Deutschlands größter und bekanntester Versicherer ist zudem aktiv in der Vermögensverwaltung und im Fondsgeschäft. Die Allianz gehört seit Jahren mit über 4% Dividendenrendite zu den attraktivsten Dividendenzahlern.
Deutsche Telekom: Der Hype und anschließende Fall hängen der "Volksaktie" immer noch an. Inzwischen zum zuverlässigen und attraktiven Dividendenzahler herangewachsen. Besitzen mit der T-Mobile US zudem eine attraktive Wachstumsstory.
BASF: Eins der führenden Chemieunternehmen der Welt, steigert Jahr für Jahr die Dividende. Öl und Gas Bereich könnte an Börse gebracht werden, Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Schmerzmittel Ibuprofen.
Puma: Wurde von Rudolf Dassler, dem Bruder des Adidas Gründers Adi Dassler, 1948 in Herzogenaurach gegründet, und steht mit diesem quasi Haustür an Haustür seitdem im Wettberwerb im Sport- und Modebereich.
Mercedes/Daimler: Der Luxus-Autobauer hat die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft, der Umbau des Konzerns in das Elektro-Zeitalter ist im vollen Gange, zahlreiche neue innovative Produkte sind in der Pipeline und sollen dem Elektropionier Tesla harte Konkurrenz machen.
Linde: ist in den Bereichen Industriegase und Engineering in über 100 Ländern tätig. Das Unternehmen produziert Industriegase, die anschließend in verschiedenen Bereichen wie dem Energiesektor, der Strahlproduktion, der Chemieverarbeitung, dem Umweltschutz oder medizinischen Therapien zum Einsatz kommen. Viel Fantasie durch LNG und Wasserstoff-Antriebstechnik. Seit der Fusion mit Praxair ist der Firmensitz in Dublin.
Die 10 größten Positionen der Schwedenrente via Indexfonds sind derzeit:
Microsoft, Apple, Alphabet (Google), Amazon, Facebook, Tesla, Taiwan Semiconductor, Nvidia, JPMorgan, Johnson & Johnson
In unserem Blog schreiben wir regelmäßig kurze Berichte zu den Unternehmen in die die Deutschlandrente bzw. Schwedenrente via Indexfonds investiert ist.
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